Sachkundeprüfung Praktischer Teil

 

HUNDEFÜHRERSCHEIN PRAXIS
auch in Englisch möglich!


Dauer: 30-45 min
Ort: Humboldtstraße 5, Hildesheim - oder nach Vereinbarung

Zeit: Di-Do & Sa zw. 18:30-20:00 Uhr - vormittags nach Vereinbarung

ABLAUF

Zu Beginn vergewissert sich der Prüfer der Haftpflichtversicherung (Kopie bitte mitbringen). Danach wird das Sitzen von Geschirr/Halsband überprüft. Schließlich interessiert den Prüfer, ob die nötige Vertrautheit zwischen Hund und Halter herrscht, um die Ohren, Zähne und Pfoten zu untersuchen.
In Hildesheim herrscht Leinenpflicht. So wird die Leinenführung im städtischen und parkähnlichem Umfeld bewertet (siehe unten).
Trotzdem muss der Abruf überprüft werden. Deswegen führt der Weg am Hundeauslaufgebiet Überlaufbecken vorbei (wenn nötig wird die Abrufübung an einer Schleppleine durchgeführt). Des Weiteren wird das Überqueren von Straßen begutachtet und die Reaktion beobachtet von Hund und Halter auf ungewöhnliche Verkehrsteilnehmer (z.B. Joggern) und Fremde, die beispielsweise nach der Uhrzeit fragen. Auch soll der Hund in sicherem Abstand an anderen Hunden vorbei geführt werden. Schließlich muss der Hund seine Geduld unter Beweis stellen, indem er eine Weile an einem Ort bleibt ohne herumzustreuen. Einsatz von Leckerchen/Spielzeug ist erlaubt. 


WORAUF KOMMT ES AN?

1. Sicherheit
Der Halter muss zeigen das er den Hund sicher in der Öffentlichkeit führen kann - sicher für den Hund und für die Öffentlichkeit.

2. Achtsamkeit
Der Halter sollte sich nicht überraschen lassen von einem vorbei flitzenden Radler mit Hund im Schlepptau. Deshalb sollte er stets ein Auge nach vorne und eines nach hinten haben. Der Hund sollte nicht an der langen Leine voraus um die Ecke biegen - wer weiß, worauf er dort trifft: Lastenräder? Kläffer? Giftköder? Er sollte auch nicht exponiert rumstehen und anderen den Weg versperren. Klingt selbstverständlich? Ist es aber nicht für jeden. Gerade Hundehalter aus ruhigen Dörfern werden von der Aktivität auf dem Prüfweg gelegentlich überrumpelt.

3. Verantwortungsbewusstsein
Die erste Verantwortung gilt dem Hund. Wenn er erregt ist, z.B. hat er Angst vor etwas und er wird mit dieser Angst allein gelassen, könnte er  eigenmächtig handeln und das ist selten im Sinne des Menschen. Der Versuch sich mit einem Notsprung in Sicherheit zu bringen könnte andere Verkehrsteilnehmer gefährden.  

Die Verantwortung gilt auch der Umgebung. Jogger, Kinder, Hunde und bärtige Männer dürfen erwarten, von Ihrem Hund nicht angesprungen zu werden. Leinen dürfen nicht quer über den Fußweg gespannt sein und so eventuell Skater zu Fall bringen. Und natürlich ist es ein Fauxpas erster Güte, wenn die Notdurft liegen gelassen wird. 


4. Kommunikation & Leinenführung
Der Halter sollte vorleben, was er erwartet und deshalb entspannt und gelassen sein, auch und gerade in der Prüfung. Die Ansprache des Hundes Hund sollte gezielt und zielführend sein. Der Hund soll weder zugetextet werden, noch für Selbstverständlichkeiten überlobt werden. Oft reicht es, wenn der Hund sich auf seinen Namensruf hin umschaut. Das sollte reichen ihn davon abzuhalten ein vorbeirennendes schreiendes Kind anzuspringen.


Mit der Kommunikation sollte der Halter nicht erst in der Prüfung anfangen. Es kommt nicht gut an, wenn der Halter den Sitzbefehl ausdiskutieren mit seinem Hund erst ausdiskutieren muss und den Po schließlich mit Gewalt runter drückt. Manche Hunde sitzen nun einmal nicht gerne: Viele Hündinnen wollen untenrum ungern nass werden. Andere kommen schlecht wieder hoch. Andere fürchten Klee im Gras (weil sich dort Hummeln tummeln?). Dann sollte Mensch dazu stehen.


Den Hund mit ganzer Kraft ganz kurz an der Leine zu halten zeugt ebenso von schlechter Leinenführung wie ihn ständig an der Leine zurück zu reißen. Irgendwann ermüdet das Material und reißt und dann hat man plötzlich gar keine Kontrolle mehr und der freigekämpfte Hund macht Murks. Außerdem führt es zu Leinenaggressionen bei Hunden, wenn ein entgegenkommender "in der Leine hängt und keucht wie eine Lok. Deswegen sollte das Ziehen an der Leine vor der Prüfung abtrainiert werden. 

VORBEREITUNG


  • Ihr Hund ist ist (fast) bereit aber Sie sind noch unsicher? Buchen sie die Generalprobe und begleiten Sie Prüfer und Prüfling bevor Sie sich selbst prüfen lassen. Im Anschluss bespricht der Prüfer mit Ihnen wie Sie woran noch arbeiten sollten, um sauber durch die Prüfung zu kommen.      
  • Es gibt noch so einige Punkte an denen es hapert? Buchen Sie ein Einzelcoaching. Hier bekommen Sie individuelle Strategien für den Umgang mit Ihrem Hund an die Hand und erhalten Hacks, die Sie fit für die Prüfung machen. 


  • Sie wollen, dass Ihr Hund nicht nur die Prüfung besteht sondern generell weniger zieht, kläfft, hochspringt, jagd  oder Müll aufnimmt? Nehmen Sie an unseren wöchentlichen Gassi-Kursen teil! Sie lernen ihren Hund entspannt durch Innenstadt, Parks und Wald zu führen. Im Fokus stehen dabei auch stets der Hundeführerschein und die Begleithundeprüfung.     

 

Wir sind ein zertifiziertes Testcenter für das Land Niedersachsen.